Samstag, 6. April 2013

Vaterfreuden bei den "Rotzköpfen"

Nachdem das eisige Wetter selbst den Fischen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, war es nun heute endlich soweit - die Groppen, auch Mühlkoppen oder Rotzköpfe genannt, haben abgelaicht. Genauer gesagt das Weibchen hat es getan, und gleich darauf übernimmt der Vater die Pflicht der Aufzucht des Nachwuchses.
Besonders begeistert sieht "Vatter" nicht aus, könnte man meinen - aber er hat einfach so ein Gesicht. Die Damen sind ganz verrückt nach ihm....
Das Groppen-Weibchen hat soeben abgleicht, die Eier schimmern orange hinter und unter ihr. Er wird gleich seinen Samen dazugeben.

Die Eier sind gerade mal einen Millimeter groß. Das Männchen bewacht sie und fächelt ihnen frisches Wasser zu.



Freitag, 5. April 2013

Immer Ärger beim Essen

Tote Tiere wie dieses Reh im Winter locken hungrige Schnäbel von weit her an - und dann gibt es Zoff um die besten Brocken.


Hier prügeln sich zwei Mäusebussarde, der Raufussbussard schaut interessiert zu.

Der Raufussbussard zieht sich später auf einen Baum zurück - er hatte vorher die Mäusebussarde vom toten Reh vertrieben und sich den Bauch vollgeschlagen. Ja satter die Vögel sind, desto weniger verteidigen sie das Futter - wer also auf spektakuläre Aktionen aus ist, ist immer möglichst früh am Morgen an so einer Futterstelle, wenn die Bussarde nach einer langen, kalten Nacht noch richtig hungrig sind. Interessant ist auch, dass sich fast immer die dunklen Bussarde gegen die hellen durchsetzen und die Raufussbussarde gegen alle anderen.

Donnerstag, 4. April 2013

Tod und Leben

Dieser "Frühling" hat in der Tierwelt noch mal ordentlich seine "Winter-Zähne" gezeigt. Nicht jeder hat das überlebt. Doch was für dieses Reh das Ende bedeutet hat, rettet den Bussard über den Winter:


Diesen Bussard habe ich ausgewählt, weil er wirklich richtig schön gezeichnet ist - die Mäusebussarde haben ja als einzige unserer Greifvögel eine unglaubliche Variabilität im Gefieder.

Mittwoch, 3. April 2013

Selbst die Fische muffeln....

Dass dieser Winter unterirdisch schlecht war - und eigentlich immer noch ist -, sehen wir selbst bei den Fischen. Die Groppen oder Mühlkoppen, die im Oberlauf der jungen Elbe in Tschechien zu Hause sind, sollten eigentlich längst abgelaicht haben. Aber es tut sich nichts. Unser Fischexperte meint, es sei wohl mit 2 Grad Celsius Wassertemperatur immer noch zu kalt. Wir meinen: Der Gesichtsausdruck dieses Groppen-Männchens spricht Bände - kein Bock!


Freitag, 22. März 2013

Kalte Füße - Wasseramsel ist die Härteste!



Immer noch kein Frühling in Sicht, doch die Wasseramsel trotzt der Kälte. In dem eiskalten Wasser der Elbe holt sie sich kalte Füße. Und während die meisten Tiere (und auch manche Menschen) noch nicht in Paarungsstimmung sind, sind sie schon beim Brutgeschäft...

Freitag, 15. März 2013

Habemus Visum...und warum ein Handy im Schnee steckt...

Es hat übrigens geklappt - das Prozedere rund um das Journalisten-Visum für unseren Dreh in Alaska war erfolgreich. Allerdings ist die Behandlung im Konsulat in Berlin gewöhnungsbedürftig...

Regencape für Alaska

Normalerweise vermeiden wir ja das Filmen im Regen - es lohnt oft nicht den Aufwand, das Licht ist schlecht und Kameras nass, aber für Alaska müssen wir da doch anders vorsorgen. Unser erster Drehort wird bei Barrow im äußersten Nordwesten Alaskas sein, direkt am Eismeer, wo das Wetter schnell von Sonnenschein auf Schneesturm wechseln kann. Also muss ein schönes, regendichtes Mützchen für die Kameras her:
Und gleich beim ersten Versuch haben wir es gefunden.